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Berlin

28. August 2010, 19 Uhr
Comic-Lesung und Signierstunde
während der Langen Nacht der Museen
Schwules Museum, Mehringdamm 61

Überall

17. September 2010
Antityp, der dritte und abschlie- ßende Teil der "Bibel-Trilogie" erscheint im Rowohlt Verlag

Kassel

28. September 2010, 20 Uhr 15
Comic-Lesung und Signierstunde
Thalia, Obere Königsstr. 30

Berlin

30. September 2010, 19 Uhr
Buchpräsentation Antityp
Schwules Museum, Mehringdamm 61

Frankfurt

8. Oktober 2010, 12 Uhr
Powerpoint-Präsentation des Buches Die Welt der Knollennasen von Xaver Rammbock (Männerschwarm Verlag)
Ralf König signiert ab 13 Uhr
Buchmesse - Comic-Zentrum

Gießen

28. Oktober 2010, 19 Uhr 30
Comic-Lesung und Signierstunde
Thalia, Seltersweg 54

Hamm

10. November 2010, 20 Uhr
Comic-Lesung und Signierstunde
Gerd-Bucerius-Saal im
Heinrich-von-Kleist-Forum
Willy-Brandt-Platz 3

München

19. November 2010, 20 Uhr
Comic-Lesung im Rahmen des
Münchener Literaturfests
Volkstheater, Brienner Straße 50

Heidelberg

24. November 2010, 20 Uhr 15
Comic-Lesung und Signierstunde
Deutsch-Amerikanisches Institut
Sofienstraße 12

Göttingen

1. Dezember 2010, 20 Uhr
Comic-Lesung im Rahmen von
"Der Norden liest" - Lesereihe
des NDR Kulturjournals
Junges Theater, Hospitalstraße 6

Hamburg

19. Dezember 2010, 20 Uhr
Comic-Lesung und Signierstunde
Uebel & Gefährlich, Feldstraße 66

Darmstadt

18.01.2011, 20 Uhr (Einlass 19 Uhr)
Comic-Lesung und Signierstunde
Centralstation, Im Carree

BIOGRAFIE
Lebenslauf und Lebensdaten aufzulisten wird ja allmählich mühsam, wenn man die 40 überschritten hat, drum verweise ich auf die nachstehende Biografie bei Wikipedia (de), da steht ja soweit alles drin. Na ja, fast alles (die kompromittierenden Vorfälle mit Sex & Drugs & Rock’n’Roll zum Beispiel nicht – aber wegen der Drugs kann ich mich an das meiste ohnehin kaum erinnern, hüstel ;)
Ralf 1979 - Foto
»Ralf König wurde am 8. August 1960 in Soest/Westfalen geboren. Er besuchte die Hauptschule in Werl und absolvierte im Anschluss eine Tischlerlehre. 1979, während seines Coming-outs, veröffentlichte er erste kurze, vor dem Hintergrund der politischen Schwulenbewegung teilweise sehr engagierte Comic-Storys in dem Münchener Underground-Magazin Zomix sowie der Schwulenzeitschrift Rosa Flieder. Er machte seine Mittlere Reife nach und studierte 1981-1986 an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf mit dem Schwerpunkt Freie Kunst.
SchwulComix 1 - Foto
1981 erschienen mit Sarius, Das sensationelle Comic-Book und SchwulComix drei erste Comic-Hefte, deren sich zwischen Naturalismus, Fantasy und Underground bewegende Ästhetik die Suche nach einem individuellen Stil dokumentieren. Für die Zeitschrift Arbeit und Sicherheit im deutschen Bergbau entstand 1983 als Auftragsarbeit die Serie Bodo und Heinz (bis 1985).

Mit dem Band SchwulComix 2, 1984 in dem Berliner Szeneverlag Rosa Winkel erschienen, fand König schließlich zu einer eigenen Stilistik und zu seinem Thema: In pointierten Kurzgeschichten, die von dem zeichnerischen Minimalismus der Französin Claire Bretécher beeinflusst sind, porträtierte er selbstironisch und mit satirischem Augenzwinkern den Alltag der schwulen Subkultur. Zwei weitere SchwulComix-Alben (später nachgedruckt unter den Titeln Silvestertuntenball und Sahneschnittchen) folgten 1985 und 1986 und machten König als Chronisten der Schwulenbewegung langsam einem wachsenden Publikum bekannt.

Die allererste Signierstunde - Foto
Mit Kondom des Grauens, einer Krimiparodie mit Anklängen an den Ton des Film noir, entstand 1987 eine erste längere Comic-Erzählung (1990 fortgesetzt mit Bis auf die Knochen), noch im gleichen Jahr gefolgt von Der bewegte Mann. Der bewegte Mann war Königs erster Comic bei einem großen Publikumsverlag und bescherte ihm eine breite Leserschaft auch jenseits der Schwulenszene. Eine Fortsetzung erschien im folgenden Jahr mit Pretty Baby. 1994 wurde Der bewegte Mann von Sönke Wortmann mit Til Schweiger, Joachim Król und Katja Riemann in den Hauptrollen verfilmt und mit 6,5 Millionen Zuschauern zum bis dato zweiterfolgreichsten Film der deutschen Kinogeschichte. Er wurde in 47 Ländern gezeigt, 1995 mit dem Bundesfilmpreis ausgezeichnet und löste einen Boom deutscher Filmkomödien aus – ein Genre, das bis dahin als tot galt.
Szenen aus dem Komdom des Grauens-Puppentheater - Foto
Szenen aus dem Komdom des Grauens-Puppentheather - Foto

Mit dem epischen Comic-Roman hat Ralf König zu einem neben seinen pointierten Kurzgeschichten zweiten idealen Erzählformat gefunden, in dem er auch Klassiker wie Aristophanes (Lysistrata, 1987, verfilmt 2002) oder Shakespeare (Jago, 1998) satirisch adaptierte. In beiden Formaten zählt das ungleiche Knollennasen-Paar Konrad und Paul (1990 für die Zeitschrift Magnus entstanden), die beide unterschiedliche Charakterzüge ihres Zeichners in sich tragen, zu den Figuren, denen sich Ralf König immer wieder widmet und in deren Biografie er eine Chronik des schwulen Alltags nachgezeichnet hat. In dem Band Super Paradise (1999) etwa setzte er sich mit dem Thema Aids auseinander, in Sie dürfen sich jetzt küssen (2003) mit der Homoehe.

1989 gestaltete König acht Comic-Hefte zum Thema Prävention für die Deutsche Aids-Hilfe. Trotz seines großen Erfolgs kam es in den 1990-er Jahren jedoch immer wieder auch zu Beanstandungen, die teilweise in Indizierungsanträgen gegen Königs Bücher mündeten. Besonders engagierte sich hier das bayerische Landesjugendamt. Die geforderte Indizierung des Titels Bullenklöten! (1992) lehnte die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften jedoch unter Berufung auf den Kunstvorbehalt ab. Trotzdem fand 1996 auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Meiningen eine breit angelegte bundesweite Ermittlungs- und Beschlagnahmeaktion in über 1.000 Buchhandlungen statt, die sich neben anderen Comics (darunter auch Art Spiegelmans Maus) vor allem gegen den Band Kondom des Grauens richtete. Zu einem Verfahren kam es jedoch nicht.

Einen neuen Weg beschritt König 2004 mit der Serie Roy & Al, in deren Mittelpunkt die beiden Hunde eines schwulen Paares stehen. In seinem bislang umfangreichsten Werk, der 2005 und 2006 in zwei Bänden erschienenen Erzählung Dschinn Dschinn, beschäftigte er sich mit dem Phänomen des radikalen Islamismus. Neben regelmäßig erscheinenden neuen Comic-Romanen zeichnet König monatlich Kurzgeschichten für die Zeitschrift Männer aktuell und das französische Fluide Glacial, die in Alben wie Suck my Duck! (2004) oder Trojanische Hengste (2006) gesammelt nachgedruckt werden.

Mit seinen witzigen, oft aber auch hintersinnigen und bewegenden Geschichten hat sich Ralf König stets gegen die Vorurteile gegenüber Schwulen und Lesben engagiert und dadurch spürbar zu einer gesellschaftlichen Liberalisierung beigetragen. Seine Bücher wurden in mehr als ein Dutzend Sprachen übersetzt, zuletzt ins Katalanische, Gälische und Polnische. Mit einer Gesamtauflage von fast sieben Millionen Exemplaren ist er heute der weltweit populärste Autor explizit schwuler Geschichten. Vier seiner Werke wurden für das Kino verfilmt, etliche als Puppenspiel oder Theaterstück aufgeführt.

Schon 1992 wurde König während des Internationalen Comic-Salons in Erlangen in der Kategorie „Bester deutscher Comic-Zeichner“ mit dem Max-und-Moritz-Preis ausgezeichnet, dem zahlreiche internationale Preise folgten, u.a. 2005 der Prix Alph’Art für das beste Szenario für die französische Übersetzung von Wie die Karnickel in Angoulême sowie der Premio miglior storia lunga für die italienische Ausgabe von Bullenklöten! in Lucca.

2006 erhielt Ralf König für seine gezeichneten Kommentare zum Karikaturenstreit abermals den Max-und-Moritz-Preis (Spezialpreis der Jury) für sein Engagement in dem Konflikt um die 2005 von der dänischen Zeitung Jyllands-Posten veröffentlichen Mohammed-Cartoons.

Im Herbst 2007 sprang Ralf König als Urlaubsvertretung für den Zeichner Volker Reiche (Strizz) ein und zeichnete für die FAZ mit Prototyp über zwei Wochen täglich seine Version der Schöpfungsgeschichte, die ein Jahr später auch in erheblich erweiterter Form als Buchausgabe bei Rowohlt erschien. 2009 widmete er sich abermals dem Format des Zeitungsstrips und begann am 6. Januar ebenfalls in der FAZ die neue Serie Archetyp um Noah und seine Arche. Zusammen mit Dschinn Dschinn und seinen Cartoons zum Karikaturenstreit markieren beide Strips die Hinwendung des "Chronisten der Schwulenszene" zu einem neuen Thema, das ihm am Herzen liegt: der zunehmenden Aggressivität der Religion ausgerechnet in einer Zeit, die gemeinhin als "aufgeklärt" bezeichnet wird. Ralf König ist auch Vorstandsmitglied der Giordano-Bruno-Stiftung.

Bibliografie

1981
- Sarius, Vogel Verlag (vergriffen)
- Das sensationelle Comic-Book, Vogel Verlag (vergriffen)
- SchwulComix, Verlag Rosa Winkel (vergriffen)
1984
- SchwulComix 2, Verlag Rosa Winkel
- Macho Comix, Vogel Verlag
1985
- SchwulComix 3, Verlag Rosa Winkel
1986
- SchwulComix 4, Verlag Rosa Winkel
- Ralf König Skat- und Doppelkopfspiel, Lambda Edition (Kartenspiel)
1987
- Kondom des Grauens, Vogel Verlag (verfilmt 1996; Theaterfassung 1989; Puppentheater 1992)
- Der bewegte Mann, Rowohlt (verfilmt 1994)
- Lysistrata, Rowohlt (verfilmt 2002; Theaterfassung 1994)
1988
- Pretty Baby, Rowohlt (Fortsetzung zu Der bewegte Mann)
- Comics, Cartoons, Critzeleien, Janssen Verlag (Katalog zur Ausstellung)
- Safere Zeiten, Vogel Verlag
- Ralf König Comicpostkarten, Janssen Verlag (Set mit 18 Postkarten)
1989
- Beach Boys, Rowohlt
- Prall aus dem Leben, Carlsen
- Safer Sex Comic, Deutsche Aids-Hilfe e.V. (8 Hefte: Der Verhüter; Der König und der Narr; Die Videonummer; Was besonders Versautes; Sag Bescheid, wenn’s losgeht; 114 Stufen; Spermaschlabber im Hot Rubber; Der Hypochonder)
1990
- Bis auf die Knochen, Edition Kunst der Comics (Fortsetzung zu Kondom des Grauens)
- Heiße Herzen, Rowohlt (zusammen mit Detlev Meyer; Theaterfassung 1992)
- Zitronenröllchen, Carlsen
- Schwulxx-Comix, Edition Kunst der Comics (zusammen mit Walter Moers)
1991
- Deutsche Tuntenpost, Janssen Verlag
- Sylvester-Tuntenball, Carlsen (Remake von SchwulComix 3)
1992
- Bullenklöten!, MännerschwarmSkript
- Sahneschnittchen, Carlsen (Remake von SchwulComix 4)
1993
- ... und das mit links!, Janssen Verlag
- Konrad und Paul, Carlsen
1994
- Konrad und Paul 2, Carlsen
- Der bewegte Mann/Pretty Baby, Rowohlt (Sammelband)
- Strunzgeil, Eichborn (Wandkalender 1995)
1995
- Echte Kerle, Eichborn (Wandkalender 1996)
1996
- Konrad und Paul 3, Carlsen
- Kondom des Grauens/Bis auf die Knochen, Edition Kunst der Comics (kolorierter Sammelband)
- Shakespeare mit Nase, Eichborn (Wandkalender 1997)
1997
- Safere Zeiten/Macho Comix, MännerschwarmSkript (Sammelband)
1998
- Jago, Rowohlt
1999
- Super Paradise, MännerschwarmSkript
2001
- Poppers! Rimming! Tittentrimm!, MännerschwarmSkript
2002
- Wie die Karnickel, Achterbahn (verfilmt 2002)
- Wie die Karnickel. Extra large: Widescreen!!!, Achterbahn (Limitierte Sonderausgabe zum Film)
- 10 Millionen Jahre WeltGAYschichte, Achterbahn (Wandkalender 2003)
2003
- Sie dürfen sich jetzt küssen, Rowohlt
- Wie die Karnickel, Rowohlt (erweitertes Remake)
2004
- Suck my Duck!, MännerschwarmSkript
- Roy & Al, MännerschwarmSkript
- Konrad & Paul: Big Dick, Carlsen (Remake von Konrad und Paul im neuen Format)
- Schutzengel GmbH & Co., Achterbahn (Wandkalender 2005)
2005
- Lysistrata, Rowohlt (Remake zum Film mit neuem Cover)
- Dschinn Dschinn 1: Der Zauber des Schabbar, Rowohlt
- Konrad & Paul: Overkill, Carlsen (Remake von Konrad und Paul 2 im neuen Format)
- Konrad & Paul: Batman returns, Carlsen (Remake von Konrad und Paul 3 im neuen Format)
- ... und das mit links!, Carlsen (Remake im neuen Format)
2006
- Trojanische Hengste, Männerschwarm Verlag
- Die besten Sahneschnittchen, Carlsen (Remake von Sahneschnittchen im neuen Format)
- Dschinn Dschinn 2: Schleierzwang im Sündenpfuhl, Rowohlt
2007
- Kondom des Grauens/Bis auf die Knochen, Rowohlt (Remake in einem Band)
- Hempels Sofa, Rowohlt
2008
- Stutenkerle, Männerschwarm
- Prall aus dem Leben, Carlsen (Remake im neuen Format)
- Prototyp, Rowohlt
- Der heilige Antonius vom Wienerwald, Kabinett für Wort und Bild (Heft 10 der Automatenobjekte)
2009
- Wozu brauche ich einen Gott? Rowohlt (Sachbuch von Fiona Lorenz, illustriert von Ralf König)
- Schillerlöckchen (Männerschwarm)
- Archetyp (Rowohlt - erscheint im Oktober)

Preise und Auszeichnungen

1988: Joop Klepzeiker Prijs, Amsterdam
1990: „Bester deutscher Comic-Zeichner“, Grenoble
1992: Max-und-Moritz-Preis „Bester deutscher Comic-Zeichner“, Erlangen
1992: „Bester internationaler Comic-Zeichner“, Barcelona
1995: Bundesfilmpreis für den Film Der bewegte Mann
1995: Goldene Leinwand mit Sternchen für den Film
Der bewegte Mann
2002: Goldener RIK, Köln
2004: Zivilcourage-Preis des Berliner CSD, Berlin
2005: Prix Alph’Art „Bestes Szenario“ für Wie die Karnickel, Angoulême
2005: Premio miglior storia lunga für Bullenklöten!, Lucca
2006: Max-und-Moritz-Preis „Spezialpreis der Jury“, Erlangen
2009: Sondermann für Prototyp als bester Comic des Jahres
2009: Gache Wurzn, Zivilcouragepreis des Bayerischen Bundes für Geistesfreiheit
2010: Rosa Courage Preis für Engagement für die Rechte von Lesben und Schwulen
2010: Max-und-Moritz-Preis in der Kategorie "Bester Comic-Strip" für Prototyp und Archetyp in der FAZ
2010: Kompassnadel des Schwulen Netzwerks NRW

Über Ralf König

- Joachim Bartholomae (Hg.): Mal mir mal ’nen Schwulen. Das Buch zu Ralf König, MännerschwarmSkript 1996
- Ralf König/Martin Walz (Hg.): Kondom des Grauens. Das Buch zum Film, Rowohlt 1996
- Ausstellungskatalog: Sahnesteif. Die Krönung von Ralf König, Edition Kunst der Comics 1996
- Ausstellungskatalog: Der Eros der Nasen. Die Comics von Ralf König, Ludwig Galerie Schloss Oberhausen 2009

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