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TERMINE:


Osnabrück

29. April 2010, 19 Uhr
Ausstellungseröffnung, Podiumsdiskussion und Signierstunde
Theater am Domhof (Ausstellung bis 31. Mai)

Erlangen

6. Juni 2010, 17 Uhr
Comic-Lesung während des
Internationalen Comic-Salons
Theater in der Garage, Theaterstr. 5

Essen

8. Juni 2010, 20 Uhr
Comic-Lesung und Signierstunde
Zentralbibliothek, Hollestr. 3

Berlin

13. Juli 2010, 19 Uhr
Eröffnung der Ausstellung
Ich komm mir vor wie 'ne Witzfigur
Schwules Museum, Mehringdamm 61
(Ausstellung bis 4. Oktober)

14. Juli 2010, 19 Uhr
Comic-Lesung und Signierstunde
Schwules Museum, Mehringdamm 61

Leipzig

17. Juli 2010, 15 Uhr
Eröffnung des CSD als diesjähriger Schirmherr
Nikolaikirchhof


Berlin

28. August 2010, 19 Uhr
Comic-Lesung und Signierstunde
während der Langen Nacht der Museen
Schwules Museum, Mehringdamm 61

Überall

17. September 2010
Antityp, der dritte und abschlie- ßende Teil der "Bibel-Trilogie" erscheint im Rowohlt Verlag

Kassel

28. September 2010, 20 Uhr 15
Comic-Lesung und Signierstunde
Thalia, Obere Königsstr. 30

Berlin

30. September 2010, 19 Uhr
Buchpräsentation Antityp
Schwules Museum, Mehringdamm 61

Frankfurt

8. Oktober 2010, 12 Uhr
Powerpoint-Präsentation des Buches Die Welt der Knollennasen von Xaver Rammbock (Männerschwarm Verlag)
Ralf König signiert ab 13 Uhr
Buchmesse - Comic-Zentrum

Gießen

28. Oktober 2010, 19 Uhr 30
Comic-Lesung und Signierstunde
Thalia, Seltersweg 54

Heidelberg

10. November 2010, 20 Uhr 15
Comic-Lesung und Signierstunde
Deutsch-Amerikanisches Institut
Sofienstraße 12

München

19. November 2010, 20 Uhr
Comic-Lesung im Rahmen des
Münchener Literaturfests
Volkstheater, Brienner Straße 50

Signierstunden dauern in der Regel zwei Stunden

PRESSEFREIHEIT, ISLAMISMUS UND DIE SCHERE IM KOPF


Anfang Februar 2006 reagierte Ralf König spontan mit acht Karikaturen und kurzen Strips auf die Eruption der Gewalt, die zwölf dänische Mohammed-Cartoons in der arabischen Welt ausgelöst hatten. Seine Zeichnungen wurden in etlichen Tageszeitungen und Magazinen abgedruckt, die FAZ kommentierte: „Die Reaktion auf die zwölf Karikaturen in Jyllands-Posten ließ Ralf König zu der Form greifen, die verfemt werden soll: Der Comic-Zeichner wird zum Karikaturisten, und dem Spötter ist es diesmal bitterernst: ‚Wenn der Westen da nicht gegenhält und seine demokratischen Werte ohne Wenn und Aber und Entschuldigungen verteidigt, ist’s bald vorbei mit Presse- und Meinungsfreiheit.’“

Für seine „künstlerische Stellungnahme im Streit um die Mohammed-Karikaturen“ wurde Ralf König im Juni 2006 auf dem Internationalen Comic-Salon in Erlangen mit dem Max-und-Moritz-Preis („Spezialpreis der Jury“) ausgezeichnet. Aus der Laudatio:

„Ralf König ist dem Versuch, eine grafisch artikulierte Meinung durch gewalttätige Proteste zu unterdrücken, seinerseits mit grafisch artikulierter Meinung entgegen getreten. Als homosexueller Künstler, der die Homosexualität zum Hauptthema seiner Arbeit erhob, hat Ralf König stets selbst in einem repressiven und Diskriminierungen ausgesetzten Klima gewirkt. Der Zuspitzung des Zensur-Falls Mohammed zu witziger Kritik liegen bei König also soziale und persönliche Erfahrungen zugrunde, die ihn die Feder gegen jede Art von Meinungsunterdrückung erheben lassen. Seine Arbeit impliziert die Forderung, dass in einer freien Gesellschaft auch die so genannte Verletzung religiöser Gefühle ausgehalten werden muss. Daher hat die Jury ihren Spezialpreis 2006 Ralf König für seine künstlerische Stellungnahme im Streit um die Mohammed-Karikaturen zuerkannt.“

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